Archiv der Kategorie: Veranstaltungen

Autorenlesung: Gregor Sander, Alles richtig gemacht (Penguin Verlag)


Mittwoch, 27. November | 20:00 Uhr

Maternus Buchhandlung | Severinstraße 76
Eintritt: 15,- €

Foto © Thorsten Futh

Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschland und eine helle Feier der Freundschaft.
Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas‘ inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht?

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt »Abwesend« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, die Verfilmung seines Romans »Was gewesen wäre« kommt im Herbst 2019 in die Kinos.

 

 

Weihnachtskrimi-Mitsing-Lesung: Elke Pistor, Lasst und tot und munter sein (Emons)

Mittwoch, 04. Dezember | 20:00 Uhr
Maternus Buchhandlung | Severinstraße 76
Eintritt: 10,- €

Eine Weihnachtskrimi – Mitsing – Lesung
Kommet, oh kommet, oh kommet doch all …
Sie lieben Weihnachten, lesen gerne Krimis und singen unterm Baum, bis sich die Zweige biegen? Wunderbar! Denn dann ist unsere Veranstaltung „Lasst uns tot und munter sein“ genau das Richtige für Sie! Lässt es sich doch zu keiner anderen Jahreszeit so gepflegt (und musikalisch) morden.
Davon möchte Sie die Autorin Elke Pistor überzeugen. Denn in ihrem neuen Weihnachtskrimi mit Herz und Humor wird viel gesungen und Sie sind herzlich eingeladen mitzusingen. Dabei brauchen Sie keine Angst vor schiefen Tönen zu haben – zur Not hält die Autorin eine Triangel für Sie bereit. Oder Sie üben schon mal ein bisschen …
Lasst uns tohot uhund munter sein … Lala lala lala la la lah …

Foto: © Sarah Koska

Autorenlesung: Lukas Bärfuss, Malinois (Wallstein) | Mittwoch, 12. Februar 2020

Mittwoch, 12. Februar 2020 | 19:30 Uhr
Odeon-Kino | Saal 2
Severinstr. 81 | 50678 Köln
Eintritt: 15,- €
anschließend Umtrunk & Signierstunde in der Maternus-Buchhandlung

Foto © Stefano de Marchi

Er ist einer der spannendsten deutschsprachigen Autoren und ein Mensch mit Haltung. Wir freuen uns riesig, dass mit Lukas Bärfuss der aktuelle Büchnerpreisträger erneut in der Maternus aufschlägt! Er liest aus seinem großartigen neuen Buch „Malinois“.

In zugleich sinnlicher wie analytischer Sprache gehen die Erzählungen Lukas Bärfuss‘ der Liebe und dem Begehren nach. Der erste Erzählband von Lukas Bärfuss! Die Liebe und das Begehren in all ihren Spielarten sind die Fluchtpunkte in diesen Erzählungen von Lukas Bärfuss. Wie begegnen wir uns? Welche Sehnsüchte treiben uns um? Nach welchen Vorlagen entwerfen wir die Geschichten unserer Leidenschaften? Bärfuss zeichnet eine Kartographie der Passionen. Seine Geschichten handeln von Grenzerfahrungen, die wir mitten im Alltag machen können. Sie zeigen die Momente der Verwandlung.

Malinois (Erzählungen), Wallstein Verlag 2020, gebunden, 18,- €

ZUSATZLESUNG! Autorenlesung mit Norbert Scheuer, Winterbienen (C.H. Beck) | Donnerstag, 14. November

Mittwoch, 14. November 2019, 20:00 Uhr
Maternus Buchhandlung
Foto © Elvira Scheuer

 Januar 1944: Egidius Arimond, ein frühzeitig aus dem Schuldienst entlassener Latein- und Geschichtslehrer, schwebt wegen seiner Frauengeschichten, seiner Epilepsie, aber vor allem wegen seiner waghalsigen Versuche, Juden in präparierten Bienenstöcken ins besetzte Belgien zu retten, in höchster Gefahr. Gleichzeitig kreisen über der Eifel britische und amerikanische Bomber.

Arimonds Situation wird nahezu ausweglos, als er keine Medikamente mehr bekommt, er ein Verhältnis mit der Frau des Kreisleiters beginnt und schließlich bei der Gestapo denunziert wird. Mit großer Intensität erzählt Norbert Scheuer in „Winterbienen“ einfühlsam, präzise und spannend von einer Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft.

Winterbienen
Roman von Norbert Scheuer
(mit Illustrationen von Erasmus Scheuer)

C.H. Beck, gebunden, 22,- €

AUSVERKAUFT!!! Premierenlesung am 19.09.2019 mit Annette Wieners, Das Mädchen aus der Severinstraße

DIE VERANSTALTUNG IST AUSVERKAUFT!

Donnerstag, 19. September 2019, 20:00 Uhr
Maternus Buchhandlung
Eintritt: 10,- €

Als Sabine Schubert nach dem Tod des Großvaters ihrer Großmutter Maria hilft, das Haus aufzuräumen, kommen unter dem großen, schweren Teppich im Wohnzimmer alte Geldscheine zum Vorschein. Im Keller finden die Frauen Gold und begreifen, dass der Großvater vor langer Zeit ein Vermögen versteckt haben muss. Nur warum? Maria beschleicht eine Ahnung und sie gerät völlig außer sich. Sabine wird klar, dass in der Familiengeschichte erschreckende Lücken aufklaffen. Hat der Großvater in der angesehenen Kölner Metallgussfirma wirklich nur Spielzeug hergestellt? Auch die Großmutter scheint aus ihrer Zeit als berühmtes Fotomodell einiges zu verschweigen. Damals, Ende der 1930er-Jahre, hieß sie Mary Mer und lernte den jüdischen Fotografen Noah kennen, den sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen hat …

Annette Wieners wurde in Paderborn geboren und hat in Münster Publizistik, Germanistik und Ethnologie studiert. Danach war sie als Journalistin bei Fernseh- und Radiosendern in München und Hannover angestellt, bevor sie sich in den 1990ern selbstständig machte und nach Köln zog. Beim WDR-Hörfunk moderierte sie verschiedene Sendungen, viele Jahre lang auch das WDR2-Mittagsmagazin. Seit 2014 arbeitet sie für WDR-aktuell und veröffentlichte bisher drei literarische Romane und drei psychologische Krimis.

AUSVERKAUFT! Autorenlesung mit Norbert Scheuer: Winterbienen (C.H. Beck)

Mittwoch, 13. November 2019, 20:00 Uhr
Maternus Buchhandlung
Foto © Elvira Scheuer

 Januar 1944: Egidius Arimond, ein frühzeitig aus dem Schuldienst entlassener Latein- und Geschichtslehrer, schwebt wegen seiner Frauengeschichten, seiner Epilepsie, aber vor allem wegen seiner waghalsigen Versuche, Juden in präparierten Bienenstöcken ins besetzte Belgien zu retten, in höchster Gefahr. Gleichzeitig kreisen über der Eifel britische und amerikanische Bomber.

Arimonds Situation wird nahezu ausweglos, als er keine Medikamente mehr bekommt, er ein Verhältnis mit der Frau des Kreisleiters beginnt und schließlich bei der Gestapo denunziert wird. Mit großer Intensität erzählt Norbert Scheuer in „Winterbienen“ einfühlsam, präzise und spannend von einer Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft

Winterbienen
Roman von Norbert Scheuer
(mit Illustrationen von Erasmus Scheuer)

C.H. Beck, gebunden, 22,- €

Autorenlesung mit Feridun Zaimoglu: Die Geschichte der Frau

Mittwoch, 08. Mai 2019 um 20:00 Uhr, Maternus Buchhnadlung, Eintritt 15,00 €

Ein literarisches Abenteuer, ein großer Gesang, ein feministisches Manifest: Feridun Zaimoglus neuer Roman ist ein unverfrorenes Bekenntnis zur Notwendigkeit einer neuen Menschheitserzählung – aus der Sicht der Frau.

Dieses Buch erzählt eine unerhörte Geschichte. Es lässt zehn außerordentliche Frauen zur Sprache kommen vom Zeitalter der Heroen bis in die Gegenwart. Es sind Menschen, deren Sicht auf die Dinge nicht überliefert wurde. Weil Männer geboten, die Wahrheit tilgten und die Lüge zur Sage verdichteten. Diesen Frauen war es vorbehalten, schweigend unsichtbar zu bleiben oder dekorativ im Bild zu stehen. Doch nun sprechen sie – klar und laut, wie eine abgefeuerte Kugel.

Feridun Zaimoglu zeigt sich in seinem neuen Roman erneut als ein Meister der Vielstimmigkeit. Was ihm dabei gelingt, ist ein regelrechtes Wunder. Die Figuren dieses Buches klingen nicht nur lebendig – sie werden es: von Antigone über Judith bis Valerie Solanas. Kraftvoll, poetisch und subversiv. Kein Friedensangebot. Keine Schmeichelei. Tabula Rasa!

Folgende Frauen kommen zu Wort:

Zippora 1490 v. Chr. – schwarzhäutige Frau des Moses
Antigone Zeitalter der Heroen – Streiterin gegen Gewaltherrschaft
Judith 6. Tag nach der Auferstehung – Jüngerin Jesu, Frau des Judas
Brunhild 429 – zaubermächtige Walküre, Kriegerkönigin
Prista Frühbottin 1540 – heilkundige Frau, der Hexerei bezichtigt
Lore Lay 1799 – Magd, die sich vom Dichter nicht bannen lässt
Lisette Bielstein 1849 – rote Fabrikantentochter
Hildrun Tilmanns 1945 – Trümmerfrau
Leyla 1965 – Gastarbeiterin der ersten Stunde
Valerie Solanas 1968 – Feministin, die zur Waffe greift

Feridun Zaimoglu, geboren 1964 im anatolischen Bolu, lebt seit seinem sechsten Lebensmonat in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel und schreibt für Die Welt, die Frankfurter Rundschau, Die Zeit und die FAZ.

Autorenlesung mit Tomer Gardi: Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück

Mittwoch, 05. Juni 2019 um 20:00 Uhr, Maternus Buchhandlung, Eintritt 13,00 €

Eine verspielte Amtsgroteske und gleichermaßen ein relevanter Roman über israelische Gegenwart, über Amts- und Staatsmacht, über die Macht und Ohnmacht des Erzählens: Der Antrag eines Schriftstellers auf Arbeitslosenhilfe und ein Deal mit seinem Sachbearbeiter sind Ausgangspunkt für einen Ehrzählreigen voller unvergesslicher Figuren, herrlicher Komik, tiefem Ernst und grandioser erzählerischer Wucht. So komisch wie tiefsinnig, poetisch ausgefeilt und doch griffig. Das ist ein famoser Roman, dem wir Aufmerksamkeit und Leser wünschen, auch weil er auf sehr sympathische Weise der feuilletonistischen Gefälligkeitsliteratur das Risiko und das Abenteuer entgegensetzt – echte Literatur! Unser Dank gilt dem Literaturverlag DROSCHL.

Ausgangspunkt dieser Scheherezade-Geschichte ist ein Schriftsteller, der beim Arbeitsamt um Unterstützung ansucht. Bereits bei seiner Jobbezeichnung stößt er auf Widerstand: »So einen Beruf gibt es nicht, Schriftsteller.« Findig wie er ist, schlägt der Autor einen Deal vor:
Er erzählt dem Mann hinterm Schreibtisch eine Geschichte und bei Gefallen erhält der Schriftsteller den Stempel. So beginnt das Erzählen ums Überleben, das zugleich treibende Kraft in dem von Volten und Verweisen wimmelnden Roman ist.

Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt in Berlin. Er studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Gardis literarischer Essay Stein, Papier wurde 2011 veröffentlicht (dt. 2013). 2016 erschien sein Debütroman Broken German beim Literaturverlag DROSCHL.