Ryad Assani-Razaki, Iman (Wagenbach)

Eine Empfehlung von Ursula Jünger

Iman, Toumani und Alissa: Ohne feste Bleibe und ohne echte Hoffnung begegnen sich diese drei jungen Menschen in einem nicht benannten afrikanischen Land. „Iman“  zeigt  ungeschönt den brutalen Alltag von Kindern, die das ganze Leid des postkolonialen Afrika erleben müssen, die ohne familiäre Bindung ums Überleben kämpfen müssen – als Tagelöhner, als Sklaven oder als notgedrungen Kriminelle. Und zwischen ihnen die Frage nach der Zukunft: Auswandern oder Bleiben?

Das Leben der drei Protagonisten ist  von völlig unterschiedlichen Einstellung und Perspektiven geprägt. Und doch sind ihre Lebenswege aufs engste miteinander verwoben.

Dieser Roman zeigt eindrucksvoll, unter welch erbärmlichen Umständen Leben möglich ist. Er erzählt von der Tragödie Afrikas, aber auch von seiner Kraft und seinem Reichtum. Ein faszinierendes Buch!

(übers. v. Sonja Finck, Wagenbach, gebunden, 22,90 €)