Empfehlungen

Empfehlungen und Lieblingsbücher

Haruki Murakami, Die Ermordung der Commendatore Bd. I & Bd. II

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Haruki Murakami, Die Ermordung der Commendatore Bd. I (Eine Idee erscheint) & Bd. II (Eine Metapher verwandelt sich) Eines gleich vorab: „Die Ermordung des Commendatore“ ist wohl das Beste, das man in den letzten sicher zehn Jahren vom großen Haruki Murakami zu lesen bekommen hat. Diese Geschichte übt eine seltsame […]

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Anja Kampmann, Wie hoch die Wasser steigen

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Als Bohrarbeiter wird Waclaw weltweit auf Ölplattformen eingesetzt. Jede dieser künstlichen Inseln ist gleichermaßen eine künstliche isolierte Welt, in der Rohstoffe, Natur und Mensch ausgebeutet werden. Die Arbeiter schaffen sich eigene Hierarchien und Gesetze, betäuben sich gegen Heimweh, Enge und Einsamkeit. Als Waclaws bester und wohl einziger Freund unter den […]

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Daniel Galera, So enden wir

Eine Empfehlung von Birgit Matthias Der apokalyptisch anmutende Titel ist Programm dieses Romans. Die aufstiegsverwöhnte Mittelschicht Brasiliens -und stellvertretend nicht nur dort- sieht sich im Vorfeld des globalen Ereignisses der Fußballweltmeisterschaft großen Erschütterungen ausgesetzt. Der grenzenlosen Idealisierung des Internets steht eine große Ernüchterung gegenüber, Lebensläufe scheinen erstarrt in öder Routine, Gewissheiten im Leben äußerst porös […]

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Katalina Brause, Die Wüsten Tiere 1. In der großen Stadt

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Wüstenfuchs Finnek, Chamäleon Sandiago, Dromedar Dumdidum und Termite Timmy sind Freunde und Bewohner der großen Wüste Sandara. Hier leben sie zusammen in einem Termitenbau unter der großen Akazie und alles geht seinen gewohnten Gang. Ruhig und gemächlich. Doch dann verschwindet Dumdidum und die Freunde müssen ihn finden. Sie gelangen in […]

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Marion Meister, Julie Jewels. Perlenschein und Wahrheitszauber (ab 12)

Eine Empfehlung von Birgit Matthias Zum Geburtstag erhält Julie eine wunderschöne Schatulle voller Schmucksteine, welche es in sich haben: Julie erhält durch die Steine eine magische Begabung; sie kann mit dem Schmuck zaubern und Wünsche wahr werden lassen. Einmal der Star der Schule sein… Oder den Traumjungen für sich gewinnen… Oder Geheimnisse über sich in […]

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Deborah Levy, Heiße Milch

Eine Empfehlung von Birgit Matthias Psychologisch faszinierende Geschichte einer Mutter-Tochter-Beziehung Sofia begleitet ihre Mutter nach Spanien. Mutter Rose soll in einer Spezialklinik behandelt werden, da ihre Beine ihr den Dienst versagen. Doch ist die Krankheit der Mutter tatsächlich physischer Natur, oder versucht sie verzweifelt, ihre erwachsene Tochter an sich zu binden? Dieser Roman über eine […]

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Gert Loschütz, Ein schönes Paar

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Sie sind ein schönes Paar: Herta und Georg, die Eltern des Erzählers Philipp. Erst nach ihrem Tod, sie sterben kurz nacheinander, kann er es wagen sich ihrer Geschichten, ihrer ihm nicht vollkommen verständlichen und nicht aufzulösenden Lebensumstände  anzunehmen. Sie haben sich als junge Menschen kennenglernt, Herta träumte von einem Leben […]

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Sam Hay, Mein Freund, der Stern

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Der kleine Bruder weiß, was er will: Er sucht gerne nach Schätzen. Kitzelige, glitzernde Schätze, sogar Müllschätze sammelt er. Eine Tages findet er einen wunderbar leuchtenden kleinen Stern. Er setzt ihn in ein Glas und nimmt ihn überall, wirklich überall hin mit. Doch der Stern wirkt traurig. Hat er vielleicht […]

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Gerhard Roth, Die Irrfahrt des Michael Aldrian

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Michael Aldrian, ein ehemaliger Souffleur an der Wiener Oper, der seinem Beruf nach einem Hörsturz nicht mehr nachgehen kann, möchte einen Reiseführer über Venedig schreiben. Das erfordert Recherchearbeit vor Ort. In der Lagunenstadt ist er bestens eingeführt, denn sein Bruder lebt dort mit seiner italienischen Frau und Michael hat in […]

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Markus Orths, Max (Hanser)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Was für ein Leben, was für ein Jahrhundert – was für ein Roman! Das Leben von Max Ernst war nicht nur ereignisreich, es war spektakulär: 1891 in Brühl geboren (zu eng, zu klein), früh zur Kunst gekommen, als Soldat im ersten Weltkrieg, danach Mitgründer der Dadaisten in Köln (zu eng, […]

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José Eduardo Agualusa, Eine allgemeine Theorie des Vergessens (C.H. Beck)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Eine unglaubliche aber wahre Begebenheit ist Ausgangspunkt für einen unglaublich guten Roman: Ludovica folgt ihrer Schwester, mit der sie eine besonderes Verhältnis der Abhängigkeit verbindet, von Portugal nach Angola, wo Odete einen Diamantenhändler heiratet. Zusammen beziehen sie eine Wohnung im obersten Stockwerk eines vornehmen Hochhauses in Luanda. Dann kommt das […]

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Emmanuel Carrère, Ein russischer Roman (Matthes & Seitz Berlin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Am Anfang steht der Auftrag für einem Dokumentarfilm: Emmanuel Carrère reist mit seinem Team nach Russland, wo der letzte Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs, ein Ungar, der in einer sibirischen Psychiatrie irgendwie vergessen wurde, im hohen Alter entlassen und in seine Heimat gebracht werden soll. Doch es wird viel mehr daraus, […]

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Susanne Straßer, So müde und hellwach (Peter Hammer Verlag)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Müüüüde sind sie, die Tiere, und sie liegen schon schön kuschelig im Bett. Nur der Seebär ist plötzlich hellwach: „Ich muss auf’s Klo!“. Und dann geht’s los, das Krokodil, der Pelikan, der Esel, der Fuchs und zuletzt der Igel – sie alle meinen, noch was erledigen zu müssen und tapsen […]

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Feridun Zaimoglu, Evangelio. Ein Luther-Roman (Kiepenheuer & Wisch)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Einige Monate auf der Wartburg in den Jahren 1521/22, einige wüste Ausflüge nach Wittenberg oder zu Tier- und Menschenjagden sowie zwei sich konträr gegenüberstehende und doch aneinander gebundene Hauptfiguren – mehr Zeit und Raum braucht Feridun Zaimoglu nicht, um einen großartigen Luther-Roman und ein fantastisches Panorama dieser zerrissenen und krassen […]

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Lukas Bärfuss, Hagard (Wallstein)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Vom Verfolgen des Verfolgers: Philip ist Immobilienmakler in Zürich, in seinen 40ern, und vielleicht könnte es ihm „gut gehen“. Und doch: Als er, während er auf einen verspätetet Termin im Gedrängel der Stadt ein Paar pflaumenblaue Ballerinas ausmacht, folgt er der Frau, die sie trägt und die er nur von […]

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Jonas Lüscher, Kraft (C.H. Beck)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker „Why whatever is, is right and why we still can improve it?“ (Weshalb ist alles, was ist, richtig und weshalb können wir es immer noch verbessern?). In der Beantwortung dieser Frage sieht Richard Kraft, ein Tübinger Rhetorikprofessor, die große Chance zur Lösung seiner Probleme. Und die sind nicht eben klein, […]

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Daisy Hirst, Alfonso, das macht man nicht! (Aladin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker „Anfangs gab es Natalie. Dann kam Alfonso dazu.“ Und der kleine Bruder schüttelt Natalies Leben ordentlich durcheinander. Mit ihm kann man zwar echt gut spielen, Tauben gucken und basteln. Manchmal jedoch, und gar nicht mal so selten, geht es einfach durch mit Alfonso. Dann kritzelt er auf Natalies Basteleien oder […]

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Christian Kracht, Die Toten (Kiepenheuer & Witsch)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Irgendwann Anfang der 1930er Jahre: Emil Nägeli, ein Schweizer Filmregisseur, soll mit Geldern der deutschen UFA einen Horrorfilm in Japan drehen. Eingefädelt hat diesen Deal der undurchschaubare Ministerialbeamte Masahito Amakasu, der die Vorherrschaft Hollywoods auf dem japanischen Filmmarkt beenden will. Doch das Filmprojekt wird schließlich gänzlich andere Wege gehen, so […]

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Anna Weidenholzer, Weshalb die Herren Seesterne tragen (Matthes & Seitz Berlin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Es ist echt so eine Sache mit den Lehrern und dem Ruhestand. Karl Hellmann jedenfalls verfolgt nach seiner Pensionierung folgendes Projekt: Mit einem umfangreichen Fragebogen, der im asiatischen Land Bhutan der Erhebung des Glücks seiner Bevölkerung dient (tatsächlich, das Bruttonationalglück), macht er sich auf in ein Kaff in Österreichs Bergen, […]

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Heinrich Steinfest, Das Leben und Sterben der Flugzeuge (Piper)

Eine Empfehlung von Claudia Kürten Der Spatz Quimp lebt ein durchaus erfreuliches Leben auf einem Pariser Bahnhof. Er ist jung, frei und  neugierig auf das, was ihn erwarten mag, nicht zuletzt von den Weibchen seiner Spezies. Was merkwürdig ist: Quimp träumt. Und zwar nicht von köstlichem Futter oder künftigem Nestbau, sondern von einem Menschen, genauer […]

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Stephen Davies, Blood & Ink. Die Bücher von Timbuktu (Aladin)

Eine Empfehlung von Claudia Kürten Kadija lebt glücklich in Timbuktu. Bis der als Rotbart bekannte islamische Anführer mit seinen Männern, unter ihnen der Hirtenjunge Ali, die Stadt einnimmt und mit Gewalt neue Regeln diktiert: Alle Mädchen älter als 10 dürfen sich nur noch verhüllt in der Öffentlichkeit zeigen, es darf keine Musik mehr gespielt werden, […]

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Jasmin Schäfer, Die Sache mit den Tigerstreifen (Atlantis)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Kalle der Tiger begrüßt den neuen Tag und macht sich bereit, um Abenteuer zu erleben. Gesagt, getan. Frühstücken, Zähne putzen, Rucksack packen und auf geht’s. Ein bisschen durch die Gegend wandern und schon beginnen sie,  die Abenteuer: Eine Leiter muss repariert, ein Dach geflickt, eine Brücke ausgebessert, ein Zebrastreifen komplettiert […]

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Burkhard Spinnen, Das Buch. Eine Hommage (Schöffling & Co.)

Ein Empfehlung von Gerrit Völker Das neue Buch und das alte, das unvollständige, das richtige und das falsche Buch, das zurückgelassene, weggeworfene, verbotene, misshandelte Buch, noch viel mehr Bücher, die Bibliothek, die Buchhandlung und das Buch überhaupt. Ausgehend von der Frage, ob wir demnächst die Ablösung des Buches durch digitale Formate erleben werden wie einst […]

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Bachtyar Ali, Der letzte Granatapfel (Unionsverlag)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Einundzwanzig, diese Zahl nimmt im Leben des ehemaligen Peschmerga-Kämpfers Muzafari Subhdham eine besondere Bedeutung ein: 21 Jahre ist es her, dass er seinen Vorgesetzten Jakobi Snauber vor Regierungstruppen rettete und selber dabei in Gefangenschaft geriet. Es folgen 21 Jahre Einzelhaft in einem Knast in der Wüste, deren Kargheit, Einsamkeit und […]

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Nis-Momme Stockmann, Der Fuchs (Rowohlt)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Wow, auch als Buchhändler kommt es selten vor, dass man nachts um 0:58h auf die Uhr sieht, nachdem man die Lektüre für diesen Tag nach 161 Seiten mit den wunderbaren Sätzen „Sie liest die Vorgänge. Deutet sie. Gestaltet sie bei Bedarf. Surft auf der Wirklichkeit. Flüstert ihr ihre Wünsche ins […]

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Emmanuel Carrère, Das Reich Gottes (Matthes & Seitz)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Emmanuel Carrère verfolgt schon seit einigen Jahren ein Erzählkonzept, das sich einer einfachen Kategorisierung entzieht: Mit „Limonow“ lotet er die erzählerischen Möglichkeiten einer extremen historischen Biographie aus und „Alles ist wahr“ erzählt anhand der Tsunami-Katastrophe in Ostasien, die Carrère selbst erlebt hat, wie zufällige Ereignisse in die eigene Biographie und […]

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Eva Schmidt, Ein langes Jahr (Jung und Jung)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Eine Siedlung und ihre Bewohner, ein Hochhaus, Einfamilienhäuser. Ein langes Jahr. Mehr Raumund Zeit braucht die österreichische Autorin Eva Schmidt nicht, um einen wunderbar reduzierten und in seiner ruhigen Art dennoch bewegenden Roman zu schreiben. Suburbia, die Vorstadt – welcher Ort könnte mehr für ein Leben außerhalb des Spektakulären stehen? […]

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Aleš Šteger, Archiv der toten Seelen (Schöffling & Co.)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Slowenien? Maribor? War da was? Aber ja, eine ganze Menge, wie Bürgermeister Voda meint: Maribor sei Hauptstadt der Bratkartoffel, Ausrichtungsort internationaler Turniere in Jiu-Jiutsu und Ultimate Frisbee, sowie eines Europäischen Jägerkongresses. In Maribor steht Sloweniens Nationaltheater. Und ja, natürlich, Maribor ist 2012 Kulturhauptstadt Europas. Was der Bürgermeister nicht aufführt, was […]

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Mircea Cărtărescu , Die schönen Fremden (Zsolnay)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Was ist das? Mircea Cărtărescu, der große rumänische Erzähler, dessen Mega-Romanprojekt „Orbitor-Trilogie“ zu den absolut großartigsten, aber auch irritierenden Leseerfahrungen zählt, die man in der gegenwärtigen Weltliteratur machen kann, überrascht mit drei äußerst komischen und kurzweiligen Erzählungen. Er richtet, ausgehend von erlebten Begebenheiten, seinen Blick auf die Absurditäten des Literaturbetriebs […]

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Benji Davies, Opas Insel (Aladin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Wo sind unsere Liebsten, wenn sie einmal nicht mehr bei uns sind? Auf einer wunderschönen, herrlich warmen Insel bestimmt, mit vielen vielen exotischen Pflanzen und Tieren, die vor Licht und Farben nur so leuchtet und auf der die Zeit einfach anders vergeht. Opa möchte Sam etwas zeigen: Eine Tür führt […]

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Ludwig Fels, Die Hottentottenwerft (Jung und Jung)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Ludwig Fels‘ „Die Hottentottenwerft“ ist ein herausragender Roman und einer der interessantesten Titel der letzten Monate. Er bietet ein großartiges literarisches Erlebnis, indem er von Liebe erzählt, ohne kitschig zu sein, indem er ein Afrika-Abenteuer erzählt, ohne klischeehaft zu sein und indem er deutsche Kolonialgeschichte erzählt, ohne in einen lehrerhaften […]

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Feridun Zaimoglu, Siebentürmeviertel (KiWi)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Feridun Zaimoglu gehört ohne Zweifel zu den interessanten, markanten und wirklich relevanten deutschsprachigen Gegenwartsautoren. Und „Siebentürmeviertel“ bildet einen erzählerischen Höhepunkt in seinem wunderbar eigensinnigen Werk. Was hier auf rund 800 Seiten inhaltlich, sprachlich und formal entfacht wird, kann, wenngleich es einem dieser Roman nicht leicht macht, in einen wahren Leserausch […]

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Sascha Reh, Gegen die Zeit (Schöffling & Co.)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Vergangene Zukunft: Diese Bezeichnung umfasst Zukunftsvorstellungen und -modelle der Geschichte, die in ihrer Zeit relevant und visionär sein können, aber nicht immer direkten Niederschlag in den historischen Ereignissen finden und von diesen oft eingeholt werden. In seinem dritten Roman birgt Sascha Reh ein Erzählkonzept mit hohem literarischen Potenzial, indem er […]

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Karin Kalisa, Sungs Laden (C.H. Beck)

Eine Empfehlung von Claudia Kürten „Gute Laune herrscht in Berlin! Eine Utopie, natürlich. Aber von unserer Gegenwart gar nicht so weit entfernt.“ In Minhs Schule soll ein Fest der Kulturen stattfinden. Kurz vor Weihnachten ist der Terminplan eng, so entscheidet der findige Direktor: Aus jeder an der Schule vertretenen Nation (21) soll ein Kind einen […]

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Ralf Rothmann, Im Frühling sterben (Suhrkamp)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker „Milch ist kriegswichtig.“ Und es wird doch, der Krieg ist doch bald vorbei, ohnehin keiner mehr eingezogen. Das denken die 17-jährigen Melker und Freunde Walter und Fiete und begeben sich zu einem Fest, dass die SS in der norddeutschen Provinz schmeißt. Doch es ist Februar 1945 und niemand wird verschont, […]

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Davide Longo, Der Fall Bramard (Rowohlt)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Zwanzig Jahre ist es her, dass Corso Bramard als Kommissar der Turiner Polizei in einer Frauenmordserie ermittelte. Bis der Mörder seine Frau umbringt und auch seine Tochter spurlos verschwindet. Corso quittiert den Dienst und zieht sich in sein Elternhaus, in die Berge des Piemonts zurück, wo er, gezeichnet, aber nicht […]

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Norbert Scheuer, Die Sprache der Vögel (C.H. Beck)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker „Mein Urahn Ambrosius Arimond glaubte, alle Vögel unserer Erde besäßen eine gemeinsame Sprache. Sein Leben lang beschäftigte er sich mit der Entschlüsselung ihrer Gesänge, einer Welt magisch klingender Töne, Zeichen und Bedeutungen. Jede Vogelart und ihr individueller Gesang waren für Ambrosius Buchstaben eines kryptischen Alphabets.“ So beginnt der neue Roman […]

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Arno Geiger, Selbstporträt mit Flusspferd (Hanser)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Das Zwergflusspferd ist ein eher ruhiger Zeitgenosse. Es ist kleiner und weniger spektakulär als seine großen Artgenossen, Waldbewohner, Einzelgänger und verbringt seine Tage am liebsten im Schlammbad. Es frisst jede Menge Pflanzen und scheidet jede Menge wieder aus. Ansonsten ist nicht viel los mit ihm. Wien im Sommer 2004: Julian, […]

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Michel Houellebecq, Unterwerfung (Dumont)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Leider haben weniger literarische Argumente die Wahrnehmung dieses Romans geprägt als vielmehr seine mediale Verwertbarkeit in einem seltsamen Gemenge irgendwo zwischen dem Attentat auf Charlie Hebdo und Pegida-Demonstrationen, in das die Veröffentlichung von „Unterwerfung“ (zufälligerweise) hineinfiel. Nun ja, den Verkaufszahlen hat es wohl nicht geschadet. Jetzt endlich, da der Zirkus […]

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Antoinette Portis, Spriedel (Aladin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Tagein, tagaus immer nur „Piep“ zu sagen – nö, das ist dem kleinen braunen Spatz auf die Dauer doch viel zu öde. Vielleicht bringen ja ein paar sprachliche Varianten etwas Schwung in die Siedlung. „Spriedel friedel!“ zum Beispiel oder gar „Tiffel biffel und’n bissel miffel!“. Taube und Kardinal hat er […]

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Arturo Pérez-Reverte: Dreimal im Leben (Insel Verlag GmbH)

In diese Geschichte bin ich eingetaucht, habe mich von ihr tragen lassen und bin wie aus einem Traum wieder erwacht. Auf einem Ozeandampfer begegnen sie sich das erste Mal. Es ist das Jahr 1928, Max jung und von wildem Charme arbeitet als Eintänzer in der ersten Klasse. Mecha zieht ihn augenblicklich in den Bann, ihre […]

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Isabel Allende: Amandas Suche (Suhrkamp)

Endlich wieder ein Roman der begnadeten Erzählerin Isabel Allende. Doch diesmal überrascht Allende mit einem Krimidebüt. Schon nach den ersten Sätzen war ich glücklich. Ja, da ist er, der wunderbare Erzählstil dieser großen Autorin. Feinsinnig und von großer Klarheit. Amanda ist lebensklug und ausgesprochen eigensinnig. Sie wächst in San Francisco auf, der Stadt der Freigeister. […]

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Anna Funder: Alles, was ich bin (Fischer S.)

Dieser Titel hat mich tief berührt, weil es mit einer feinfühligen Sprache das Schicksal dreier Menschen erzählt, die einen leidenschaftlichen Kampf für die Freiheit im 3. Reich führen. 1935 werden in einem Londoner Hotelzimmer die bekannten deutschen Widerstandskämpferinnen Dora Fabian und Mathilde Wurm tot aufgefunden. Die Gestapo spricht von Selbstmord der beiden Frauen, die engstens […]

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Kristof Magnusson: Arztroman (Kunstmann Antje GmbH)

Der neue Roman von Kristof Maggnusson beschreibt geradezu, wie spannend doch Medizin sein kann. Die Leser begleiten die Protagonistin, Anita Cornelius, bei ihren täglichen Einsätzen als Notärztin. Sie arbeitet an einem großen Berliner Krankenhaus und liebt ihren Beruf über alles. Sie geht mit Schwung und Elan durchs Leben, so spornen unerwartete Situationen sie geradezu an, […]

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Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp)

Für die Hörer, die gerne den Deutschen Buchpreis 2014 verschenken möchten. Lutz Seilers erster, lang erwarteter Roman schlägt einen Bogen vom Sommer 89 bis in die Gegenwart. Die einzigartige Recherche, die diesem Buch zugrunde liegt, folgt den Spuren jener Menschen, die bei ihrer Flucht über die Ostsee verschollen sind, und führt uns dabei bis nach […]

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Erhard Dietl: Die Olchis. Safari bei den Berggorillas (Oetinger Friedrich GmbH)

Für Kinder ab 8 Jahren. Olchi sind die Helden der Kinder. Denn sie machen all das, was Kinder nicht machen sollen. Olchis waschen sich nicht, stinken, wohnen auf dem Müllberg und sind unheimlich stark. Kinder lieben diese Geschichten. Der neue Titel handelt von Schleime-Schlamm-und-Löwenmut! Die Olchis retten wilde Tiere. Gustav Grünspecht, Tierforscher in Schmuddelfing, bittet […]

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Manuela Olten: Mamas Kleid (Aladin)

Für Kinder Ab 3 Jahren. Manuela Olten erzählt eine warmherzige und farbenfrohe Geschichte vom Größerwerden. Es ist doch sehr schade, wenn das Lieblingskleid nicht mehr passt. Es gibt wohl nur einen Grund: Es ist geschrumpft. Aber toll, dass es diese geheimnisvolle Kiste bei Oma auf dem Dachboden gibt, mit Mamas Kinderkleidern! Die Maternus Buchhandlung ist […]

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Petra Hesse, Mario Kramp, Ulrich S. Soénius: Köln 1914 (Bachem)

Einhundert Jahre ist es her, dass in Europa ein Krieg entbrannte, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte. Diese „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ prägte den Lauf der Geschichte bis heute und er veränderte das Leben von Millionen Menschen weltweit, in Europa, in Deutschland – und auch in Köln. Die Metropole war logistischer Knotenpunkt für […]

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Walter Dick: Köln Menschen 1945-1960 (Emons)

Walter Dick zählt neben August Sander zu jenen Fotografen, die Köln nach dem Zweiten Weltkrieg bemerkenswert dokumentiert haben. Brillante Fotografien zeigen die unermessliche Zerstörungen, schon wieder vergessene Neubauten, alte Trümmer, neue Brücken und erste Blechschäden. Und im Mittelpunkt stehen stets die Menschen: Schulkinder, Kriegsheimkehrer, Spätaussiedler, die ersten Arbeiter aus dem Süden Europas – Kölner eben. […]

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Jean-Philippe Toussaint, Nackt (FVA)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Was vom Belgier Jean-Philippe Toussaint kommt, gehört schon lange zum Besten, was die europäische Erzählliteratur zu bieten hat. Sein vierbändiger Romanzyklus rund um die Hauptfigur Marie, der mit „Nackt“ seinen wundervollen Abschluss erfährt, wäre an sich ein mehr als guter Anlass für die Damen und Herren im Nobelpreiskomitee gewesen, ihre […]

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Claudia Schreiber: Sultan und Kotzbrocken in einer Welt ohne Kissen (Hanser)

Eine Empfehlung von Simone Beule Der Sultan (sehr dick und sehr faul) lebt auf einem Kissenturm und lässt sich alle Jubeljahre von Kotzbrocken (seinem Diener und mittlerweile Freund, sehr klug) per Flaschenzug rauf- oder runterziehen ziehen. Hundert Frauen umsorgen ihn, singen, kochen, bügeln für ihn und spenden ihm Wärme. Es ist einfach paradiesisch schlaraffig! Eines […]

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Joe R. Lansdale, Das Dickicht (Tropen)

Eine Empfehlung von Simone Beule Es gibt Wörter, die einem im alltäglichen Sprachgebrauch selten vor die Füße fallen. „Dickicht“ (im amerikanischen Original „The Thicket“) etwa gehört in diese Kategorie. Landsdale spinnt nach seinem großartigen Noir-Roman „Dunkle Gewässer“, der soeben auch als Taschenbuch erschienen ist, eine mindestens ebenso fesselnde Geschichte. Jack ist zum Waisen geworden nachdem […]

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Tanguy Viel, Das Verschwinden des Jim Sullivan. Ein amerikanischer Roman (Wagenbach)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Viels Erzähler treibt eine Frage um, die nicht wenige Schriftsteller tatsächlich beschäftigen dürfte: Wie kann ich endlich „erfolgreicher“ werden, mehr Bücher verkaufen? Die Antwort scheint auf der Hand zu liegen: Ein „amerikanischer Roman“ muss geschrieben werden, diese sind nämlich von internationalem Format und werden in viele Sprachen übersetzt. Ort der […]

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Birgitta Sif, Frieda tanzt (Aladin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Tanzen! Das ist es, was Frieda am allerliebsten tut. Wenn sie nur nicht so schüchtern wäre, denn wenn sie sich beobachtet fühlt, mag Frieda nicht mehr tanzen. Doch dann sieht sie ein Mädchen auf der Parkbank, das wunderschön und gar nicht schüchtern singt. Da weiß Frieda endlich, dass sie das […]

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Markus Orths, Alpha & Omega. Apokalypse für Anfänger (Schöffling & Co.)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker α Hier lässt es einer mal so richtig krachen. Dieser Roman wird seinem Titel absolut gerecht, beinhaltet er doch den Anfang und das Ende, alles und das Nichts, Vergangenheit, Zukunft, Gegenwart. Er ist ausufernd, verrückt, gnadenlos komisch und in einer famosen, seine Maßlosigkeit mal befeuernden, mal wieder einfangenden Sprache erzählt. […]

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Juan Gabriel Vásquez, Das Geräusch der Dinge beim Fallen (Schöffling & Co.)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Bogotá, Kolumbien 2009: Ein Zeitschriftenartikel berichtet von der Jagd auf ein Nilpferd, das aus dem ehemaligen Privatzoo des legendären Drogenbarons Pablo Escobar ausgebrochen ist. Für den Jura-Professor Antonio Yammata ist dieser Bericht Ausgangspunkt eines Rückblicks auf die Ereignisse im Kolumbien der 1980er- und 1990er- Jahre. Es ist die Geschichte des […]

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Heinrich Steinfest, Der Allesforscher (Piper)

Eine Empfehlung von Simone Beule Schon seltsam: der Manager Sixten Braun geht zufällig in Taiwan über die Straße, als ein Wal explodiert, der auf einem LKW an ihm vorbeifährt. [So etwas soll ja übrigens 2004 tatsächlich mal vorgekommen sein. Es könnte also auch Ihnen widerfahren…] Doch zurück zu Sixten. Der wird von einem herumfliegenden Stück […]

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John Lanchester, Kapital (Heyne)

Eine Empfehlung von Simone Beule Ein gut situiertes Mittelschichtsviertel in einer Großstadt, wie wir alle es kennen. In diesem Fall ist es Pepys Road, eine Straße in London, an der sich alles abspielt. Ihre Anwohner sind sich darin einig, dass sie es geschafft haben – gesellschaftlich, finanziell, persönlich. Alles wirkt sicher, kontrollierbar und geregelt. Bis […]

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Ryad Assani-Razaki, Iman (Wagenbach)

Eine Empfehlung von Ursula Jünger Iman, Toumani und Alissa: Ohne feste Bleibe und ohne echte Hoffnung begegnen sich diese drei jungen Menschen in einem nicht benannten afrikanischen Land. „Iman“  zeigt  ungeschönt den brutalen Alltag von Kindern, die das ganze Leid des postkolonialen Afrika erleben müssen, die ohne familiäre Bindung ums Überleben kämpfen müssen – als […]

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Gregor Sander, Was gewesen wäre (Wallstein)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Astrid bekommt zu ihrem vierundvierzigsten Geburtstag von ihrem Freund Paul einen Kurzurlaub in Budapest geschenkt. Hier möchte Paul mehr über Astrid und ihre Vergangenheit erfahren. Die Geschichte führt 25 Jahre zurück, in die DDR und in die Zeit, in der Astrid Julius kennlernt, mit dem sie nicht richtig zusammen sein, […]

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Ulrich Hub, Füchse lügen nicht (Carlsen)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Was machen Affe, Gans, Tiger, Pandabär und die beiden Schafe, wenn am Flughafen nichts mehr geht? Nun, sie kontrollieren noch einmal Ihre Reisepässe, sie meckern natürlich, quengeln und verlangen nach Unterhaltung, bis wieder Flüge gehen. Dann kommt der Fuchs und die Party kann beginnen. Doch der Kater folgt schnell: Wo […]

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Jean Echenoz, 14 (Hanser Berlin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Jean Echenoz wird bei uns viel zu wenig gelesen. Zuletzt hat er mit seinen drei teilbiographischen Texten über Ravel (Ravel), Zátopek (Laufen) und Tesla (Blitze) die Kunst des knappen Erzählens perfektioniert. Mit seinem neuen Roman 14 bleibt er, der Titel deutet es schon an, seinem Konzept der historischen Romanminiatur treu. […]

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Mark Siegel, Sailor Twain oder Die Meerjungfrau vom Hudson River (Egmont)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker 1887: Es regnet ununterbrochen, es ist düster. Der stolze Raddampfer Lorelei befährt den Hudson River. Sein französischer Eigner ist auf rätselhafte Weise verschwunden und sein Bruder begibt sich an Bord, um seinem Verschwinden auf den Grund zu gehen. Dabei entwickelt er ein geradezu manisches Sexleben. Als Kapitän Twain eine verwundete […]

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François Garde, Was mit dem Weißen Wilden geschah (C.H Beck)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Bei der Erkundung Australiens wird der französische Matrose Narcisse Pelletier auf einem Landgang von seinem Schiff zurückgelassen. Ein Aborigine-Stamm nimmt ihn auf und als er siebzehn Jahre später wieder auftaucht, ist er tätowiert, benimmt sich ganz und gar absonderlich und spricht in einer seltsamen urzeitlich anmutenden Sprache. Ein Wilder – […]

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Haruki Murakami, Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki (DuMont)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Nach seinem ziemlich abgefahrenen IQ84-Romanprojekt begibt sich Großmeister Murakami mit diesem leichter zugänglichen neuen Roman wieder in ruhigeres literarisches Fahrwasser. Warum nicht, denn er beherrscht auch das begnadet. Tsukuru Tazaki, Mitte dreißig und ein ziemlicher Sonderling, erzählt seiner Freundin in Tokyo von seinen Jugendjahren in Nagoya, wo er bis zur […]

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Juli Zeh, Nullzeit (btb)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Endlich gibt es Zehs letzten Streich jetzt als Taschenbuch. Er handelt von Sven, einem Tauchlehrer auf den Kanaren (typischer Aussteigertyp) und einem nebulösen Paar, sie ein Seriensternchen (typisch verführerische Tochter aus, naja, „gutem Hause“), er ein zynischer alternden Literat (typisch zynischer alternder Literat), das ihn für einen Tauchkurs bucht. Schnell […]

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Manuele Fior, Die Übertragung (avant-verlag)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Es nervt ja schon ein wenig, dass man hierzulande noch immer auf die literarische Legitimation und die erzählerischen Möglichkeiten des Genres Comic hinweisen muss. Aber noch einmal: Bitte lesen Sie Comics, wenn Sie sich für Literatur, ihre Formen und Erzählweisen interessieren! Grafische Erzählungen bereichern die Literatur in vielerlei Hinsicht! Dass […]

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Wolfgang Herrndorf, Arbeit und Struktur (Rowohlt Berlin)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Was für ein Glück, dass Wolfgang Herrndorfs Blog „Arbeit und Struktur“ auch in Buchform erschienen ist! Sehr viel eindrücklicher noch als in der Internet-Ausgabe werden dem Leser hier nämlich nicht nur biographische Tragik, sondern auch analytischer Tiefgang, poetologische Dimension und  literarische Qualität dieses Tagebuchs ersichtlich. Dass es Herrndorf nicht darum […]

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Umberto Eco, Die Geschichte der legendären Länder und Städte (Hanser)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Endlich liegt er vor, Umberto Ecos nächster Baustein zu einem Archiv des Imaginativen. Nach den Geschichten der Häßlichkeit und der Schönheit sowie der Unendlichen Liste folgt diese wunderbare Sammlung und Beschreibung von Imaginationsorten, von großen Utopien und Topoi der Literatur- und Kulturgeschichte: Atlantis, Wunderland, Thule, Schlaraffenland, Pole, Unterwelten… Eco nimmt […]

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Brigitte Kronauer, Gewäsch und Gewimmel (Klett Cotta)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Dass literarische Größe sich oft im Kleinen verbirgt, dafür steht Kronauers Werk wie vielleicht kein zweites im deutschsprachigen Raum. Auch ihr neuer Roman, der Titel deutet es schon an, wimmelt nur so vor Stimmen, Einschüben und kleinsten Erzählungen, die, einzeln gelesen, komisch, tragisch, mysteriös, irritierend, lächerlich, düster oder luzid wirken. […]

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Mirko Bonné: Nie mehr Nacht (Schöffling & Co.)

Eine Empfehlung von Gerrit Völker Markus Lee reist mit seinem Neffen Jesse in die Normandie, wo er im Auftrag eines Kunstmagazins Brücken zeichnen soll, die 1944 bei der Landung der Alliierten eine besondere Rolle gespielt haben. Überschattet wird sie Reise durch den Suizid von Jesses Mutter. Für Markus wird die Reise zu einem monatelangen Aufenthalt […]

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